| Kursnummer | 4162 |
| Dozentin |
Dagmar Bäuml-Stosiek
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| Datum | Mittwoch, 29.04.2026 19:00–20:30 Uhr |
| Gebühr | 5,00 EUR Anmeldung erforderlich |
| Ort |
Rathaus Schäftlarn
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Der Vortrag beleuchtet zunächst die dörflichen und bäuerlichen Verhältnisse in Hohenschäftlarn, Neufahrn und Zell zwischen 1900 und 1950. Danach soll ein Ausblick gegeben werden auf den fundamentalen Wandel im Bereich der Landwirtschaft, der seit 1950 erfolgte. Wünschenswert wäre, wenn aus dem Publikum im Anschluss daran eigene Erfahrungen mittgeteilt werden, die die allgemeinen Entwicklungen anschaulich machen können.
Der Vortrag beleuchtet zunächst das bäuerliche Leben in Hohenschäftlarn, Neufahrn und Zell zwischen 1900 und 1950: Viele Höfe betrieben überwiegend Selbstversorgung, Nebenerwerb sicherte die Existenz, allmähliche Mechanisierung und Einsatz von Dünger steigerten nur langsam die Erträge. Aber in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts veränderte sich die Situation für die Landwirtschaft fundamental: Massenmotorisierung und die Forschungsergebnisse agrarischer Großkonzerne führten zu verbesserten Pflanzensorten und Nutztierrassen. Mit einer flächendeckenden Düngung und Mechanisierung kam es zu enormen Ertragssteigerungen. Sinkende Lebensmittelpreise und die Konkurrenz auf dem europäischen Markt bedrohten die Nebenerwerbsbetriebe und zwangen zur Vergrößerung von Anbauflächen und Nutztierherden. Die Folge war die Aufgabe von Betrieben oder eine Erweiterung der Pachtflächen und Umstrukturierung.
Im Vortrag werden diese Veränderungen angedeutet und anschließend können und sollen eigene Erfahrungen aus dem Zuhörerkreis die allgemeine Entwicklung anschaulich machen.