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Bildende Kunst / Ausstellungen
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Haar - Macht - Lust
"Haar – Macht – Lust" ist Motto und Programm, denn Haare sind mehr als Stil: Sie erzählen von Schönheit, Begehren, Macht und Ohnmacht, von Anpassung und Rebellion. Als politisches, religiöses, kulturelles und persönliches Ausdrucksmittel prägen sie Identität und Zugehörigkeit. Die Kunsthalle München zeigt in einer sinnlichen Schau durch drei Jahrtausende mit rund 200 Exponaten, welche Wirkmacht das Alltägliche besitzt.
Carl Albrecht : Kurfürst - Liebhaber – Kaiser
Kurfürst Carl Albrecht, der Sohn des "Blauen Kurfürsten" Max Emanuel, schuf in der Münchner Residenz repräsentative Räume, die der von ihm angestrebten (und erreichten ! ) Kaiser-Würde Ehre machten : die reichste Ahnengalerie des deutschen Spätbarock und die Reichen Zimmer, "das schönste Rokoko Europas". Carl Albrecht zeigte sich auch gegenüber seinen Mätressen spendabel - so gibt es nahe der Residenz gleich zwei prächtige Palais für sie und deren Nachwuchs.
Junge Kunst in der Akademie
Einmal im Jahr, zum Semesterende, verwandelt sich die ganze Kunstakademie in ein Ausstellungsgebäude. Jede Klasse zeigt ausgewählte Arbeiten in ihrem Saal, aber auch in den Gängen, Treppenhäusern und Gärten gibt es viel zu entdecken. Eine gute Gelegenheit sowohl hinter die Fassade des alten Gemäuers zu schauen, als auch den gewagten Neubau von Coop Himmelblau zu entdecken und sich überraschen zu lassen von den Ideen, die die jungen angehenden Künstler präsentieren.
Haar - Macht - Lust
"Haar – Macht – Lust" ist Motto und Programm, denn Haare sind mehr als Stil: Sie erzählen von Schönheit, Begehren, Macht und Ohnmacht, von Anpassung und Rebellion. Als politisches, religiöses, kulturelles und persönliches Ausdrucksmittel prägen sie Identität und Zugehörigkeit. Die Kunsthalle München zeigt in einer sinnlichen Schau durch drei Jahrtausende mit rund 200 Exponaten, welche Wirkmacht das Alltägliche besitzt.
Erinnerungsort Olympia-Attentat München 1972
Der Erinnerungsort Olympia-Attentat München 1972 ist den zwölf Opfern des Terroranschlags gewidmet: den elf israelischen Sportlern und dem deutschen Polizisten, die von den Attentätern getötet wurden. Ihre Biografien stehen am Erinnerungsort im Mittelpunkt, eine filmische Installation bringt den Besucher_innen außerdem die exakten zeitlichen Abläufe der Geiselnahme näher und ordnet die historisch überlieferten Film und Audiodokumente der Ereignisse in ihrer politischen Dimension aus heutiger Sicht ein.
Between and Beyond
Der erweiterte Bildraum. Werke aus der Sammlung ab 1960
Der Raum bestimmt unsere Position, Bewegung und Wahrnehmung. Als Betrachtende erleben wir Kunst nie losgelöst vom Raum, sondern immer im Raum. Unter dem Titel Between & Beyond präsentiert die Sammlung Moderne Kunst in der Pinakothek der Moderne Werke aus dem eigenen Bestand, die sich mit der ästhetischen wie gesellschaftlichen Wahrnehmung des Raumes auseinandersetzen. Gezeigt werden Gemälde, Objekte und installative Arbeiten von den 1960er Jahren bis in die Gegenwart, welche die Beziehung zwischen Werk, Raum und Betrachter:in benennen.
Ab den 1960er Jahren begannen Künstler:innen der Minimal Art, den umgebenden Raum als integralen Bestandteil ihrer Werke zu begreifen. Der Raum wird als Zwischenraum („between“) angesehen, der zwischen Werk und Betrachtenden entsteht oder als imaginärer und transzendenter Raum („beyond“), der durch Licht, Schatten und Bewegung erfahrbar wird.
Pioniere wie Dan Flavin, Fred Sandback oder die bislang wenig beachtete Mary Miss verwendeten neue Materialien und schufen mit ihren Werken Räume, in die explizit auch die Erfahrungen der Betrachtenden einbezogen wurden. Der Ausstellungsraum wurde Teil des Kunstwerks. Auch in der Malerei wurde der Bildraum immer stärker hinterfragt: Lucio Fontana zerschnitt die Leinwand, Ida Applebroog setzte ihre Kompositionen aus mehreren einzelnen Leinwänden mit sich ergänzenden Motiven zusammen. Die Perspektiven auf einen erweiterten Bildraum beeinflussten auch die nachfolgenden Generationen. Monika Baer hinterfragt Sehgewohnheiten, indem sie ihre abstrakte Malerei mit subtilen Zeichen durchbricht. Victor Leguy oder Roman Ondak erweitern den Bildraum um eine gesellschaftliche Dimension, indem die Autorschaft mit Nicht-Künstler:innen geteilt wird.
Die präsentierten Werke aus der Sammlung Moderne Kunst beziehen die Besucher:innen ein und machen den Museumsraum neu erfahrbar. Schwebezustände, Übergangs- und Schwellenmomente laden ein zu einer veränderten Art der Auseinandersetzung – mit sonst Verdrängtem oder Übersehenem.