Unsere Fachbereiche
Kultur
Kultur macht stark
In unseren Angeboten der Kulturellen Bildung erlernen, erproben, entwickeln und erweitern Sie Kernkompetenzen wie Kreativität, Flexibilität, Improvisationsbereitschaft, Problemlösungsstrategien und Teamfähigkeit. Nutzen Sie Kreativkurse, um Ihre Lern- und Erfahrungsräume zu erweitern. Persönliche und berufliche Interessen lassen sich dabei optimal miteinander verbinden. Im Bereich der kulturellen Medienbildung finden Sie Angebote, in denen Sie lernen, sich den vielfältigen Herausforderungen im Prozess der Digitalisierung der Gesellschaft zu stellen und sich in allen Lebensbereichen zu orientieren. Kulturelle Bildung schafft in ihrer Offenheit für alle Bürgerinnen und Bürger Zugänge zur Kultur und ermöglicht gesellschaftliche Teilhabe, sie fördert Integration und Inklusion. „Gerade die sozialen, kreativen und kommunikativen Potenziale der kulturellen Erwachsenenbildung sind perspektivisch von großer und wachsender Bedeutung“, betont etwa auch die Enquete-Kommission „Kultur in Deutschland" in ihrem Abschlussbericht.
Kurse (63)
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Literaturkreis
Wir besprechen sechs Romane, umfangreiche Erzählungen bzw. Novellen der neuen Literatur aus aller Welt, ergänzt durch Informationen zu Autor*in und Werk. Sie können zur ersten Sitzung Vorschläge mitbringen, aus denen wir gemeinsam die Lektüre auswählen. Eingeladen sind alle, die Freude am intensiven Meinungsaustausch haben.
Es finden pro Semester sieben Sitzungen im Abstand von zwei bis drei Wochen statt.
Fiesta, Fiesta Brasiliana - Orchestermusik aus Latein- und Südamerika
Für uns Europäer sind Mittel- und Südamerika in Sachen Orchesterliteratur praktisch unentdeckte Regionen. Das Musikschaffen war und ist dort vielschichtig. Kaiser Dom Pedro I. von Brasilien, Henrique Oswald, Alberto Nepomuceno, Silvestre Rivueltas sind nur einige, deren Kompositionen eine facettenreiche Klangkultur eindrücklich unter Beweis stellen.
Münchner Traditionskaufhäuser
Ab den 1870er Jahren bekam Münchens Innenstadt ein neues Gesicht: Die Straßen wurden verbreitert und es entstanden über mehrere mittelalterliche Bauparzellen hinweg moderne, mehrstöckige Wohn- und Geschäftshäuser. Wir begeben uns zu den Ursprungsorten der Warenhäuser Ludwig Beck, Uhlfelder, Oberpollinger und Hermann Tietz und erfahren vor Ort die Geschichten dieser Konsumparadiese.
Architektur bewegt. Jugendstil in Schwabing
Der Jugendstil entwickelte sich aus der Dekoration und umfasste viele Lebensbereiche wie Möbel, Schmuck, Architektur oder Grafik. Wir schauen uns auf diesem Rundgang durch Schwabing die besonderen Fassadengestaltungen an, widmen uns aber auch den Bewohnerinnen, denn für den Alltag noch wichtiger waren die kreativen und "befreienden" Änderungen in der Mode. Folgen Sie unserer Spurensuche in die Zeit der vorletzten Jahrhundertwende in München.
Kursleitung: Ute Völcker
Veranstaltungsort: München, Münchner Freiheit, Ecke Haimhauser Str., vor der Ursula-Apotheke
In Kooperation mit vhs Gilching
Solln: vom Dorf der Bauern und Handwerker zum Kloster Warnberg
Solln ist wohl der größte in seinem Kern noch weitgehend dörflich erhaltene Stadtteil Münchens. Hier haben sich ein liebenswertes mittelalterliches Dorfkircherl mit einem Altar von Joh.Bapt. Straub, eine bedeutende Pfarrkirche, alte Wirtshäuser, malerische Handwerker-Häuser und ein Dorfteich als zu Spaziergängen einladende Ganzheit erhalten. Vom Dorfbereich führt ein Spaziergang ins Grüne vor der Stadt, zum ehem. Landsitz der Münchner Jesuiten mit seiner kostbaren Kapelle mit Werken von Erasmus Grasser und Joh.Bapt. Straub und dem höchsten Punkt Münchens.
Esprit & Philosophie - Stadttour zum 100. Geburtstag Michel Foucaults
Foucaults (1926-1984) Philosophie zu Räumen griffen Architekten, Regisseure, Gartenkünstler auf. Utopien, Heterotopien, Spiegel fragen nach Sein, Schein, Selbstinszenierung, Theater, Kunst, Natur.
Auf den Spuren von Königin Caroline durch Schloss und Park Nymphenburg
Wir wandeln auf bei diesem Rundgang durch Schloss und Garten in Nymphenburg auf den Spuren des ersten bayerischen Königspaars Max I. Joseph und Caroline. Dabei erinnern wir uns unter anderem an den allerersten protestantischen Gottesdienst auf (alt-)bayerischem Boden im Sommer 1799. Wir besuchen die Appartements von Königin Caroline im ersten Stock und werfen einen Blick auf den Park, der unter dem Herrscherpaar seine heutige Form angenommen hat, sowie in den Garten der Prinzessinnen.
Kursleitung: Christian Sepp M.A.
In Kooperation mit vhs Gilching
Workshop mit den Münchner Philharmonikern
Unter der Leitung der Dirigentin und Sängerin Barbara Hannigan spielen die Münchner Philharmoniker im Oktober 2026 ein herausragendes Konzertprogramm, das u.a. ein Werk der jungen iranischen Komponistin Golfam Khayam sowie Olivier Messiaens sogenannte „Vogelrufe“-Komposition umfasst und durch seine Vielfältigkeit und Einzigartigkeit besticht. Dabei zieht das Ausnahmetalent Barbara Hannigan alle Register und lässt Gesang und Dirigieren miteinander verschmelzen. Der Workshop unter Leitung der Musikwissenschaftlerin Irina Paladi beinhaltet neben einer Werkeinführung den Besuch einer Orchesterprobe in der Isarphilharmonie.
Folgende Werke stehen auf dem Programm:
Golfam Khayam
„I am not a tale to be told“ für Sopran und Orchester
Joseph Haydn
Symphonie Nr. 39 g-Moll Hob. I:39
Olivier Messiaen
„Oiseaux exotiques“ für Klavier und kleines Orchester
Maurice Ravel
Konzert für Klavier (linke Hand) und Orchester D-Dur
Franz Schrecker
„Nachtstück“, symphonisches Zwischenspiel aus der Oper „Der ferne Klang“
Dirigentin und Sopran: Barbara Hannigan
Klavier: Bertrand Chamayou
Werkeinführung: 27. Oktober 2026
Probenbesuch: 28. Oktober 2026
Buchbar ab 21.09.2026 online, ab 22.09.2026 auf allen anderen Wegen
Traumstadt Schwabing
Einst war Schwabing ein idyllisches Bauern- und Flößerdorf, von dem sich ein kleiner Kern mit einer bemerkenswerten Kirche erhalten hat. Um 1900 entwickelte sich das nahe der Universität gelegene Schwabing zu einer Kleinstadt und zu einem Zentrum des Jugendstil: Sie werden die markantesten Bauten dieser Epoche entdecken.
Besuch von Winnetou und Kommissar Derrick auf dem Neuen Friedhof in Gräfelfing
Er ist der Friedhof der Mythen, jener der Antike und jener der Neuzeit. Zu letzteren zählen ohne Zweifel Kommissar Derrick, alias Horst Tappert, und Winnetou, alias Pierre Brice. Winnetou, der schöne Indianer aus seligen Karly May-Tagen, als das Wort Indianer noch nicht umstritten war und Karl May Bücher und -filme eine ganze Genaration prägten. Auch Horst Tappert war einst gefeiert und später umstritten. Von seiner Profession als Schauspieler künden zwei antike Masken auf seinem Grab: Komödie und Tragödie. Von Widerstand und Mut erzählt das seit 2024 leere Grab von Mirok li, Widerstandskämpfer und Freund von Professor Huber von der Weißen Rose. Und alle ruhen in der schützenden Hand von Richard Riemerschmid, der den Friedhof gestaltet hat und selbst hier unter einem überwucherten Stein begraben ist. Am Ende die Frage: Who pays the ferryman für unsere Fahrt in den Hades.
Frauengeschichte auf dem Münchner Waldfriedhof - Bühne, Bücher und Moneten
Der Fokus dieses Rundgangs auf dem Waldfriedhof liegt in der Vorstellung bekannter wie auch weniger bekannter Unternehmerinnen, Schriftstellerinnen und Schauspielerinnen, welche in München lebten und wirkten. Neben einzelnen Biografien werden auch Fragen der Erinnerungskultur und Sichtbarkeit weiblicher Lebensleistungen im öffentlichen Raum thematisiert. Erläuterungen zur Entstehungsgeschichte des Waldfriedhofs runden die Führung ab.
Mythos und Oper
Von Monteverdis „Orfeo“ über Wagners „Ring des Nibelungen“ bis hin zu Richard Strauss’ „Elektra“ oder „Danae“ bestimmt die Mythologie mit ihren zeitlosen Themen und ihren geheimnisvollen Gestalten die Operngeschichte. Der Mythos als Konstante des Daseins bleibt primäre künstlerische Inspirationsquelle und vermag Komponisten und Publikum über die Zeit hinweg gleichermaßen zu faszinieren.
Neuproduktion Ballett:
Choreografie: Edward Clug / Dramaturgie Christoph Gaiser
Einführung am 09.11.2026, im Bürgerhaus Pullach
Besuch der Orchesterhauptrobe am 19.11.2026
Bitte beachten Sie, dass die Einführung und die Orchesterhauptprobe an zwei verschiedenen Tagen stattfinden und nur als Paket buchbar sind.
Buchbar ab 21.09.2026 online, ab 22.09.2026 auf allen anderen Wegen
Hinter den Kulissen - Backstube Rischart
1883 eröffnete Max Rischart sen. eine Bäckerei in der Isarvorstadt. Seither haben sich fünf Generationen um das Gedeihen der Münchner Traditionsbäckerei gekümmert. 2025 zog die Produktionsstätte des Familienunternehmens in einen neuen Gebäudekomplex an der Theresienwiese, der u.a. auch die Firmenzentrale, ein Café und Werkswohnungen beherbergt. Die Betriebsbesichtigung erlaubt exklusive Blicke hinter die Kulissen und informiert über die mehr als 140-jährige Unternehmensgeschichte.
Hinweis: Rischarts Backhaus erhält zu dem Termin die Namen der Teilnehmenden. Als kleines Geschenk erhält jede teilnehmende Person ein Brot.
Wichtig ist außerdem, dass Sie gut zu Fuß sind. Da die Führung auch durch die Backstube führt, sind Gehhilfen und Rollstühle dort aus Sicherheits- und Hygienegünden leider nicht erlaubt.
Kleidung, Frisur und Schmuck in der Kunst
Dieser Streifzug durch die Kunstgeschichte führt uns von den „Gewandstatuen“ der Antike bis zu den Kleidern in der Kunst des 21. Jahrhunderts. Dabei geht es um mehr als um Äußerlichkeiten – etwa um das Verständnis des Göttlichen, Standeszugehörigkeit oder Individualität. Kunst und Mode beeinflussen sich gegenseitig: z. B. die Darstellung der Madonna in der höfischen Mode der Auftraggeberzeit, Dürer mit langen Locken, Kleopatra auf einem Rokokogemälde im „Look“ der Renaissance oder das Design Yves Saint Laurents im Stil von Piet Mondrians Kunst.
Jüdische Isarvorstadt. Spaziergang mit Besichtigung der Synagoge Reichenbachstraße
Die Synagoge in der Reichenbachstraße diente bis zur Eröffnung der Ohel-Jakob-Synagoge am St.-Jakobs-Platz am 9. November 2006 als das Zentrum jüdisch-religiösen Lebens in München. Seither war die Synagoge außer Betrieb, stand leer und war dem Verfall ausgesetzt. 2013 ergriff Rachel Salamander die Initiative zur Sanierung der Synagoge und gründete gemeinsam mit Ron C. Jakubowicz den Verein Synagoge Reichenbachstraße. Seit 2021 wurde die Synagoge umfangreich saniert und in den baulichen Zustand von 1931 rückgebaut. Im September 2025 fand die Feier zur Wiederherstellung statt.
Im geführten Rundgang spazieren Sie gemeinsam mit einem Guide vom Jüdischen Museum München durch die Isarvorstadt zur Synagoge Reichenbachstraße. Das Programm richtet sich an Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren bzw. ab der 9. Jahrgangsstufe.
Bitte beachten Sie: Filmen und Fotografieren ist in der Synagoge Reichenbachstraße untersagt. Das Jüdische Museum erhält vorab die Vor- und Zunamen der Angemeldeten. Eine Abmeldung ist nur bis 2. November möglich.
Treffpunkt ist 10min vor Rundgangsbeginn an der mUseumskasse des Jüdischen Museums München.
Das Programm ist dank des Engagements des Vereins Synagoge Reichenbachstraße e.V. unter Vorsitz von Dr. Rachel Salamander kostenfrei. Eintritt entfällt
Street-Art in München
Man glaubt es kaum, doch die Wiege des Graffiti in Deutschland befindet sich seit den 1980er Jahren in München. Entdecken Sie auf unserem Weg die schönsten vergänglichen Werke der internationalen Sprayer Szene. Unsere Tour startet an Deutschlands größter Freiluft Galerie an der Donnersberger Brücke und führt uns anschließend mit dem öffentlichen Bus, weiter in das Schlachthofviertel. Die Führung endet nach ca. 2 Stunden an der „Alte Utting“.
Das Cuvilliestheater und die weihnachtlichen Höfe der Residenz
Willkommen im schönsten Opernhaus Bayerns! Ein Besuch im Cuvilliestheater versetzt uns in eine andere Zeit: Die Zeit von Mozart und die Welt des Theaters des 18. Jahrhunderts. Neben der Baugeschichte des Theaters werden wir uns mit interessanten Details um Nutzung und Ausstattung des Theaters beschäftigen, aber auch den Strapazen des Wiederaufbaus und natürlich vielen kleinen Geschichten unsere Aufmerksamkeit schenken. Danach schlendern wir noch ein wenig durch die Höfe der Residenz und beenden unseren Rundgang am Weihnachtsmarkt im Kaiserhof. Dort können Sie noch ein wenig Weihnachtsstimmung genießen. Eintritt nicht inklusive. Ticket bitte rechtzeitig vorher kaufen.
Kursleitung: Petra Rhinow
In Kooperation mit vhs München Nord
Haidhausen einst und heute
Tagelöhner, Handwerker und Szenelokale
Einst war Haidhausen von Tagelöhnern besiedelt, in denen die Bewohner unter teils prekären Bedingungen lebten und Schlafgänger für einige Stunden eine Bettstatt fanden.
Dann wurden Mietshäuser errichtet, oft mit kleinen Handwerksbetrieben im Hinterhof. Später entdeckte die Münchner Szene dieses Viertel mit seinem besonderen Charme und es entstanden neue Lokale und Kneipen. Das alles lebt heute nebeneinander und über allem wacht die Johanneskirche, die einen kompletten Glasgemäldezyklus der Neugotik beherbergt.