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Politik und Zeitgeschehen
Kurse (11)
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Designgeschichte
Von den Entwürfen Karl Friedrich Schinkels für die Preußische Eisengießerei und den ersten Bugholzstühlen der Gebrüder Thonet, geht es zur Arts-and Crafts-Bewegung nach England und zur Glasgow School of Arts nach Schottland. Auf dem europäischen Kontinent wurde die Idee der Wohnungseinrichtung als Jugendstil-Gesamtkunstwerk u.a. durch Künstler der Wiener Secession oder der Münchner Werkstätten verwirklicht. Mit der Gründung des Deutschen Werkbundes 1907 wird das Design zunehmend sachlicher, schließlich gipfeln die Entwürfe in Freischwingern und Stahlrohrmöbeln, den „Bauhaus-Klassikern“. Deren Nachfolge wird von Max Bill oder Sep Ruf sowie vom skandinavischen Design angetreten. Objekte aus Postmoderne und Dekonstruktivismus gehören ebenso zur Geschichte des Designs wie IKEA, das Schuhlabel „United Nude“ oder die Entwürfe von Konstantin Grcic
Die Bedeutung der Religion in der US-amerikanischen Gesellschaft
Das Seminar will die verschiedenen religiösen Traditionen in der amerikanischen Gesellschaft vorstellen. Es wird das calvinistisch-puritanische Erbe und das aus ihm erwachsene Selbstverständnis eines besonderen weltgeschichtlichen Auftrags genauso wie die Entstehung des kirchlichen Pluralismus und spezieller amerikanischer Kirchengemeinschaften, etwa der Mormonen, aber auch der afroamerikanischen Kirchen, beleuchten. Auch gegenwärtige, aus mehreren Erweckungsbewegungen entstandene fundamentalistische Strömungen, deren politischer Einfluss und ihre Einstellung zu sozial- und kulturpolitischen Themen wie Abtreibung, geschlechtlicher Orientierung sowie ihr Einfluss auf die Medien werden in den Blick genommen.
Online-Vortrag: Trump und die MAGA-Bewegung
Gibt es einen Trumpismus ohne Trump?
Wie wird sich die MAGA-Bewegung angesichts der immer eklatanter werdenden Führungsschwäche des alternden Präsidenten weiterentwickeln?
Wie sieht es in der MAGA-Bewegung intern aus?
Der Vortrag zeichnet ein Innenbild der rivalisierenden Strömungen der trumpistischen Szene in den USA im Umfeld der anstehenden Zwischenwahlen und analysiert die Stärkeverhältnisse innerhalb der rechten Szene in den USA."
Michael Hochgeschwender lehrt Nordamerikanische Kulturgeschichte, Empirische Kulturforschung und Kulturanthropologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
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Prof. Dr. Michael Hochgeschwender
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Was ist Geschichte? Wie verläuft Geschichte?
Geschichtsschreibung ist immer menschengemacht und liefert auch den Rahmen für Geschichtstheorien. Die Grundfrage ist, wie Geschichte verläuft. Darüber hat man sich seit der Antike und auch in allen nichtwestlichen Kulturen Gedanken gemacht. Es gibt z. B. zyklische Theorien, bei denen Erde und Kosmos nach einem Weltbrand neu entstehen (etwa bei Heraklit). Es gibt lineare Theorien, z. B. von der Schöpfung bis zum Jüngsten Tag. Sie enden mit dem Untergang der materiellen Welt, aber dem Überleben der Seele. Es gibt Erlösungstheorien, die im Jenseits enden (z. B. der Geschichtsverlauf im Christentum) oder die im Diesseits enden (z. B. im Kommunismus der marxistischen Geschichtstheorie). Vorstellungen zum Verlauf der Geschichte haben großen Einfluss auf bestimmte Literaturgattungen (z. B. Weltchroniken) gehabt und auch auf Kalender. Es gibt außerdem im 19. Jahrhundert sozialdarwinistische und evolutionäre, leider auch rassistische Geschichtstheorien. Auguste Comte liefert mit dem Dreistadiengesetz eine optimistische, Oswald Spengler im 20. Jahrhundert eine pessimistische Geschichtstheorie.
Globale Abhängigkeiten
Wie prägen Macht, Märkte und Allianzen die neue Weltordnung? Das Seminar untersucht aktuelle Beziehungen und Abhängigkeiten zwischen dem Westen, China, Russland, Indien, SOZ- und BRICS-Staaten sowie Ländern des Globalen Südens. Im Mittelpunkt stehen geopolitische Strategien, wirtschaftliche Interessen, Rohstoffe wie Seltene Erden und moderne Technologien. Gemeinsam analysieren wir, wie globale Akteure Einfluss sichern, neue Bündnisse formen und Abhängigkeiten schaffen.
Jungsein in Demokratie & Diktatur
Was unterscheidet das Aufwachsen in einer Diktatur von dem in einer Demokratie? Was passierte, wenn Jugendliche in der DDR mit dem System in Konflikt gerieten? Gemeinsam gehen wir der Frage nach, was junge Menschen damals geprägt hat und was sie heute beschäftigt, wo Erfahrungen vergleichbar und wo Unterschiede entscheidend sind. Die Veranstaltung lädt dazu ein, Generationen ins Gespräch zu bringen und über das Leben von jungen Menschen in Umbruchszeiten nachzudenken.
Lisa Trebs
Lisa Trebs ist Mitgründerin der Initiative k_einheit und Teil der ostdeutschen Generation Z. Sie setzt sich dafür ein, dass junge Menschen aus Ostdeutschland und ihre Perspektiven in gesellschaftlichen Debatten gehört werden. Mit k_einheit entwickelt sie Projekte, Workshops sowie Dialog- und Ausstellungsformate, die sich mit dem Erleben von Einheit, dem Erbe der Wiedervereinigung und der Zukunft Ostdeutschlands auseinandersetzen. Lisa arbeitet hauptberuflich in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit und bringt diese globale Perspektive in ihr zivilgesellschaftliches Engagement ein.
Tim Eisenlohr
Tim Eisenlohr wurde 1973 in Ost-Berlin geboren. In der DDR engagierte er sich schon als Jugendlicher politisch in der oppositionellen Umweltbibliothek. In der Nacht vom 24. zum 25. November 1987 wurde der 14-jährige Tim zusammen mit anderen Mitarbeitern der Umweltbibliothek verhaftet. Er reiste im Sommer 1989 mit seiner Familie nach West-Berlin aus und ging dort weiter zur Schule. In der Bundesrepublik setzte er sein Engagement unter anderem bei „amnesty international“ fort. Heute ist Tim Eisenlohr als Politischer Bildner aktiv und setzt sich für Menschen in Not ein – beispielsweise beim Kältebus der Kältehilfe des DRK. Ihm ist es wichtig, gebrochene Biografien zu akzeptieren und das Gespräch zu suchen. Er ist sehr podiumserfahren.
Die Rose von einst steht nur noch als Name
Herbst 1327. Der gelehrte Franziskaner William von Baskerville trifft im Auftrag des deutschen Königs und späteren Kaisers Ludwig IV. und begleitet von seinem Adlatus Adson von Melk in heikler politischer Mission in einer norditalienischen Benediktinerabtei ein. Dort wird er mit einem mysteriösen Todesfall konfrontiert. Dies ist die Ausgangslage in Ecos großer Erzählung, einer faszinierenden Komposition aus spätmittelalterlichem Klosterleben, Machtpolitik und Kriminalfall. In unserem Kurs wollen wir den Weltbildern nachspüren, die den Handlungen der Protagonisten des Romans zugrunde liegen.
Nichts ist spannender als Wirtschaft
Grundlagen begreifen – Nachrichten einordnen – Zusammenhänge erkennen
Was bedeutet eigentlich „Inflation“ genau – und wie wirkt sie sich auf unseren Alltag aus? Warum ist der Leitzins der Zentralbank so wichtig? Was steckt hinter Begriffen wie „Bruttoinlandsprodukt“, „Wachstum“, „Rezession“ oder „Globalisierung“ – und warum betreffen sie uns alle?
In dieser Vorlesungsreihe werfen wir gemeinsam einen verständlichen Blick auf die Grundlagen der Wirtschaft. Ziel ist es, wirtschaftliche Zusammenhänge so zu erklären, dass sie greifbar werden und sich mit aktuellen Entwicklungen in Nachrichten, Politik und Gesellschaft verknüpfen lassen.
Ohne Fachchinesisch, dafür mit vielen Beispielen aus dem Alltag, Medien und der Weltpolitik lernen wir, wie Wirtschaft „tickt“: Welche Rollen spielen Unternehmen, Konsumierende, Staat und Banken? Was sind Märkte – und wie entstehen Preise?
Von der Freundschaft zum Zerwürfnis- die Geschichte der deutsch-amerikanischen Beziehungen seit 1917
Was mit der Intervention des US-Präsidenten Wilson 1917 für die Förderung einer deutschen Demokratie begann setzte sich mit markanten Einschnitten des besonderen Verhältnisses fort:-Roosevelts schon frühzeitiger Kampf gegen Hitler, der Kalte Krieg, die Belastungen durch den Vietnamkonflikt und die amerikanische Hilfe bei der deutschen Wiedervereinigung, dazu Irritationen etwa beim Einsatz der USA im Irak und die erheblichen Schäden durch den erratischen Präsidenten Trump. Eine Verbindung aus Sympathien, aber auch Feindschaften und eine Geschichte einer Amerikanisierung unseres Landes.
Sie kontrollieren alles!
Wir leben in einer Zeit, in der eine Flut von Verschwörungsmythen und Verschwörungserzählungen in allen Medien Verbreitung findet. Dass Deutschland aus hochfliegenden Verkehrsflugzeugen mit giftigen Chemikalien besprüht werde und die Presse unter der Kontrolle einer Geheimorganisation stehe, sind nur zwei von beliebig vielen Beispielen.
Der Kurs beleuchtet den Aufbau von Verschwörungserzählungen sowie ihre Strategie zur Abwehr von Gegenargumenten und fragt nach ihrer Funktion als mentalem Modell zum Verstehen einer komplexen Welt.
Online-Vortrag: Die Frage von Krieg und Frieden im Völkerrecht
Im ersten Teil wird die Grundnorm der seit 1945 geltenden Völkerrechtsordnung, das Verbot der Anwendung militärischer Gewalt in den internationalen Beziehungen, vor ihrem historischen Hintergrund und in ihrem heute maßgeblichen systematischen Zusammenhang entfaltet.
Im zweiten Teil werden die aktuellen politischen Herausforderungen des Völkerrechts der Friedenssicherung und dessen denkbare Zukunftsperspektiven in den Blick genommen.
Im Anschluss besteht die Gelegenheit zur Diskussion.
Claus Kreß ist Professor für Strafrecht und Völkerrecht an der Universität zu Köln.
2019 wurde er zum Richter ad hoc am Internationalen Gerichtshof in Den Haag ernannt.
Seit 2021 ist er Sonderberater des Anklägers des Internationalen Strafgerichtshofs zum Verbrechen der Aggression.
Er ist Mitglied der Leopoldina und Life Member des Clare Hall College der Universität Cambridge.
Im Internet von überall aus teilnehmen
Prof. Dr. Dr. Claus Kreß
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