Unsere Fachbereiche
Kunst-, Kulturgeschichte
Kurse (51)
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Fiesta, Fiesta Brasiliana - Orchestermusik aus Latein- und Südamerika
Für uns Europäer sind Mittel- und Südamerika in Sachen Orchesterliteratur praktisch unentdeckte Regionen. Das Musikschaffen war und ist dort vielschichtig. Kaiser Dom Pedro I. von Brasilien, Henrique Oswald, Alberto Nepomuceno, Silvestre Rivueltas sind nur einige, deren Kompositionen eine facettenreiche Klangkultur eindrücklich unter Beweis stellen.
Architektur bewegt. Jugendstil in Schwabing
Der Jugendstil entwickelte sich aus der Dekoration und umfasste viele Lebensbereiche wie Möbel, Schmuck, Architektur oder Grafik. Wir schauen uns auf diesem Rundgang durch Schwabing die besonderen Fassadengestaltungen an, widmen uns aber auch den Bewohnerinnen, denn für den Alltag noch wichtiger waren die kreativen und "befreienden" Änderungen in der Mode. Folgen Sie unserer Spurensuche in die Zeit der vorletzten Jahrhundertwende in München.
Kursleitung: Ute Völcker
Veranstaltungsort: München, Münchner Freiheit, Ecke Haimhauser Str., vor der Ursula-Apotheke
In Kooperation mit vhs Gilching
Esprit & Philosophie - Stadttour zum 100. Geburtstag Michel Foucaults
Foucaults (1926-1984) Philosophie zu Räumen griffen Architekten, Regisseure, Gartenkünstler auf. Utopien, Heterotopien, Spiegel fragen nach Sein, Schein, Selbstinszenierung, Theater, Kunst, Natur.
Auf den Spuren von Königin Caroline durch Schloss und Park Nymphenburg
Wir wandeln auf bei diesem Rundgang durch Schloss und Garten in Nymphenburg auf den Spuren des ersten bayerischen Königspaars Max I. Joseph und Caroline. Dabei erinnern wir uns unter anderem an den allerersten protestantischen Gottesdienst auf (alt-)bayerischem Boden im Sommer 1799. Wir besuchen die Appartements von Königin Caroline im ersten Stock und werfen einen Blick auf den Park, der unter dem Herrscherpaar seine heutige Form angenommen hat, sowie in den Garten der Prinzessinnen.
Kursleitung: Christian Sepp M.A.
In Kooperation mit vhs Gilching
Workshop mit den Münchner Philharmonikern
Unter der Leitung der Dirigentin und Sängerin Barbara Hannigan spielen die Münchner Philharmoniker im Oktober 2026 ein herausragendes Konzertprogramm, das u.a. ein Werk der jungen iranischen Komponistin Golfam Khayam sowie Olivier Messiaens sogenannte „Vogelrufe“-Komposition umfasst und durch seine Vielfältigkeit und Einzigartigkeit besticht. Dabei zieht das Ausnahmetalent Barbara Hannigan alle Register und lässt Gesang und Dirigieren miteinander verschmelzen. Der Workshop unter Leitung der Musikwissenschaftlerin Irina Paladi beinhaltet neben einer Werkeinführung den Besuch einer Orchesterprobe in der Isarphilharmonie.
Folgende Werke stehen auf dem Programm:
Golfam Khayam
„I am not a tale to be told“ für Sopran und Orchester
Joseph Haydn
Symphonie Nr. 39 g-Moll Hob. I:39
Olivier Messiaen
„Oiseaux exotiques“ für Klavier und kleines Orchester
Maurice Ravel
Konzert für Klavier (linke Hand) und Orchester D-Dur
Franz Schrecker
„Nachtstück“, symphonisches Zwischenspiel aus der Oper „Der ferne Klang“
Dirigentin und Sopran: Barbara Hannigan
Klavier: Bertrand Chamayou
Werkeinführung: 27. Oktober 2026
Probenbesuch: 28. Oktober 2026
Buchbar ab 21.09.2026 online, ab 22.09.2026 auf allen anderen Wegen
Frauengeschichte auf dem Münchner Waldfriedhof - Bühne, Bücher und Moneten
Der Fokus dieses Rundgangs auf dem Waldfriedhof liegt in der Vorstellung bekannter wie auch weniger bekannter Unternehmerinnen, Schriftstellerinnen und Schauspielerinnen, welche in München lebten und wirkten. Neben einzelnen Biografien werden auch Fragen der Erinnerungskultur und Sichtbarkeit weiblicher Lebensleistungen im öffentlichen Raum thematisiert. Erläuterungen zur Entstehungsgeschichte des Waldfriedhofs runden die Führung ab.
Mythos und Oper
Von Monteverdis „Orfeo“ über Wagners „Ring des Nibelungen“ bis hin zu Richard Strauss’ „Elektra“ oder „Danae“ bestimmt die Mythologie mit ihren zeitlosen Themen und ihren geheimnisvollen Gestalten die Operngeschichte. Der Mythos als Konstante des Daseins bleibt primäre künstlerische Inspirationsquelle und vermag Komponisten und Publikum über die Zeit hinweg gleichermaßen zu faszinieren.
Hinter den Kulissen - Backstube Rischart
1883 eröffnete Max Rischart sen. eine Bäckerei in der Isarvorstadt. Seither haben sich fünf Generationen um das Gedeihen der Münchner Traditionsbäckerei gekümmert. 2025 zog die Produktionsstätte des Familienunternehmens in einen neuen Gebäudekomplex an der Theresienwiese, der u.a. auch die Firmenzentrale, ein Café und Werkswohnungen beherbergt. Die Betriebsbesichtigung erlaubt exklusive Blicke hinter die Kulissen und informiert über die mehr als 140-jährige Unternehmensgeschichte.
Hinweis: Rischarts Backhaus erhält zu dem Termin die Namen der Teilnehmenden. Als kleines Geschenk erhält jede teilnehmende Person ein Brot.
Wichtig ist außerdem, dass Sie gut zu Fuß sind. Da die Führung auch durch die Backstube führt, sind Gehhilfen und Rollstühle dort aus Sicherheits- und Hygienegünden leider nicht erlaubt.
Kleidung, Frisur und Schmuck in der Kunst
Dieser Streifzug durch die Kunstgeschichte führt uns von den „Gewandstatuen“ der Antike bis zu den Kleidern in der Kunst des 21. Jahrhunderts. Dabei geht es um mehr als um Äußerlichkeiten – etwa um das Verständnis des Göttlichen, Standeszugehörigkeit oder Individualität. Kunst und Mode beeinflussen sich gegenseitig: z. B. die Darstellung der Madonna in der höfischen Mode der Auftraggeberzeit, Dürer mit langen Locken, Kleopatra auf einem Rokokogemälde im „Look“ der Renaissance oder das Design Yves Saint Laurents im Stil von Piet Mondrians Kunst.
Jüdische Isarvorstadt. Spaziergang mit Besichtigung der Synagoge Reichenbachstraße
Die Synagoge in der Reichenbachstraße diente bis zur Eröffnung der Ohel-Jakob-Synagoge am St.-Jakobs-Platz am 9. November 2006 als das Zentrum jüdisch-religiösen Lebens in München. Seither war die Synagoge außer Betrieb, stand leer und war dem Verfall ausgesetzt. 2013 ergriff Rachel Salamander die Initiative zur Sanierung der Synagoge und gründete gemeinsam mit Ron C. Jakubowicz den Verein Synagoge Reichenbachstraße. Seit 2021 wurde die Synagoge umfangreich saniert und in den baulichen Zustand von 1931 rückgebaut. Im September 2025 fand die Feier zur Wiederherstellung statt.
Im geführten Rundgang spazieren Sie gemeinsam mit einem Guide vom Jüdischen Museum München durch die Isarvorstadt zur Synagoge Reichenbachstraße. Das Programm richtet sich an Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren bzw. ab der 9. Jahrgangsstufe.
Bitte beachten Sie: Filmen und Fotografieren ist in der Synagoge Reichenbachstraße untersagt. Das Jüdische Museum erhält vorab die Vor- und Zunamen der Angemeldeten. Eine Abmeldung ist nur bis 2. November möglich.
Treffpunkt ist 10min vor Rundgangsbeginn an der mUseumskasse des Jüdischen Museums München.
Das Programm ist dank des Engagements des Vereins Synagoge Reichenbachstraße e.V. unter Vorsitz von Dr. Rachel Salamander kostenfrei. Eintritt entfällt
Street-Art in München
Man glaubt es kaum, doch die Wiege des Graffiti in Deutschland befindet sich seit den 1980er Jahren in München. Entdecken Sie auf unserem Weg die schönsten vergänglichen Werke der internationalen Sprayer Szene. Unsere Tour startet an Deutschlands größter Freiluft Galerie an der Donnersberger Brücke und führt uns anschließend mit dem öffentlichen Bus, weiter in das Schlachthofviertel. Die Führung endet nach ca. 2 Stunden an der „Alte Utting“.
Das Cuvilliestheater und die weihnachtlichen Höfe der Residenz
Willkommen im schönsten Opernhaus Bayerns! Ein Besuch im Cuvilliestheater versetzt uns in eine andere Zeit: Die Zeit von Mozart und die Welt des Theaters des 18. Jahrhunderts. Neben der Baugeschichte des Theaters werden wir uns mit interessanten Details um Nutzung und Ausstattung des Theaters beschäftigen, aber auch den Strapazen des Wiederaufbaus und natürlich vielen kleinen Geschichten unsere Aufmerksamkeit schenken. Danach schlendern wir noch ein wenig durch die Höfe der Residenz und beenden unseren Rundgang am Weihnachtsmarkt im Kaiserhof. Dort können Sie noch ein wenig Weihnachtsstimmung genießen. Eintritt nicht inklusive. Ticket bitte rechtzeitig vorher kaufen.
Kursleitung: Petra Rhinow
In Kooperation mit vhs München Nord
Haidhausen einst und heute
Tagelöhner, Handwerker und Szenelokale
Einst war Haidhausen von Tagelöhnern besiedelt, in denen die Bewohner unter teils prekären Bedingungen lebten und Schlafgänger für einige Stunden eine Bettstatt fanden.
Dann wurden Mietshäuser errichtet, oft mit kleinen Handwerksbetrieben im Hinterhof. Später entdeckte die Münchner Szene dieses Viertel mit seinem besonderen Charme und es entstanden neue Lokale und Kneipen. Das alles lebt heute nebeneinander und über allem wacht die Johanneskirche, die einen kompletten Glasgemäldezyklus der Neugotik beherbergt.
Kunst aktuell - Galeriebesuche
Meistens werden uns Künstler und Kunstrichtungen erst nach vielen Jahren bekannt. Was aber ist die Kunst der Gegenwart? In privaten Münchner Galerien werden wir ein breites Spektrum aktueller Strömungen entdecken und uns damit auseinandersetzen. Der Treffpunkt variiert von Termin zu Termin. Museum Brandhorst ist der 1. Treffpunkt. Die weiteren Treffpunkte gibt Ihnen die Kursleiterin in den Führungen bekannt.
Legendäre Männerstimmen – Die prägenden Opernmeister des 20. Jahrhunderts.
Tauchen Sie ein in die Welt jener außergewöhnlichen Künstlerpersönlichkeiten, deren stimmliche Brillanz die Operngeschichte fundamental geprägt haben. Diese Vorlesung gewährt Ihnen exklusiven Zugang zu den Ikonen der Gesangskunst, deren künstlerische Vision und technische Vollendung bis heute als unerreichtes Ideal gelten.
Von Herzögen, Kurfürsten und Königen
Tauchen Sie im Bayerischen Nationalmuseum anhand ausgewählter Exponate in die Welt der Wittelsbacher und ihre Geschichte ein. Ob Wappen aus Sandstein, ein Prunkmantel aus Seidensamt, Hirschfänger mit Elfenbeinbesatz, Kleindenkmäler oder Gemälde: Sie alle lassen das Wirken des Herrschergeschlechts, das über 700 Jahre die Geschichte Bayerns bestimmte, lebendig werden. Ebenso geben sie Aufschluss über einschneidende politische Ereignisse, einstige Formen der Selbstinszenierung und Herrscherpersönlichkeiten wie Herzog Albrecht V. und König Ludwig I. Vor Ort zu zahlen: ermäßigter Museumseintritt (€1,00), bitte rechtzeitig vor Beginn erwerben
Kursleitung: Paul Gaedtke
In Kooperation mit vhs München Nord
Verwaltung und Verantwortung
Wir beschäftigen uns in diesem Rundgang mit der Struktur und der Arbeitsweise der Münchner Stadtverwaltung während der NS-Diktatur und gehen der Frage nach Loyalität, Handlungsspielräumen und Verantwortung nach. Welche Rolle spielten unterschiedliche Ämter und Institutionen bei der Ausgrenzung und Verfolgung? Welche Handlungsspielräume gab es? Wie setzte sich die Stadtgesellschaft mit seiner Vergangenheit auseinander? Oberbürgermeister Karl Fiehler leitete die Münchner Stadtverwaltung während des NS-Regimes. Sein Handeln trug maßgeblich zur Abschaffung der Demokratie und zur Errichtung des nationalsozialistischen Unrechtsregimes bei und trieb die Verfolgung von Jüdinnen und Juden sowie Andersdenkenden durch die städtischen Behörden voran. Wir blicken nicht nur auf die historischen Ereignisse, sondern thematisieren auch die Auseinandersetzung der Stadtgesellschaft mit dieser Vergangenheit.
Das Bild vom Nationalsozialismus
Fotografien prägen unser Geschichtsbild. Sie haben den Anschein, objektiv zu sein, aber geben Ereignisse aus einer bestimmten Perspektive und mit einer bestimmten Absicht wieder. Wie also geht man mit historischen Fotos um? Welche Aussagekraft haben historische Fotos? Wie wurden sie verwendet und unter welchen Umständen sind sie entstanden? Und wie können diese Fotografien als historische Quelle genutzt werden?
In der Ausstellung München und der Nationalsozialismus greifen wir ausgewählte Fotografien heraus und analysieren ihre Entstehung, ihre Verwendung und ihre Bildsprache. Wir geben einen Einblick in die Wirkungsmacht von Fotografien und wie sie unser Geschichtsbild beeinflussen.