Unsere Fachbereiche
Kunst-, Kulturgeschichte
Kurse (11)
Loading...
Die verzögerte Wahrnehmung- Der Untergang einiger Großreiche
Oft vollzog sich der Verfall eines Imperiums in langen Etappen, so von den Zeitgenossen zunächst kaum erkannt. War der Niedergang unausweichlich, barg sich dort ein Keim künftiger Verbesserungen etwa für die kleineren Völker? Oder war dies eine Katastrophe für die Stabilität der Umgebung. Wir untersuchen das Spanische Weltreich um 1700, die Osmanen ab 1683, Österreich-Ungarn 1918 , das Britische Empire 1956 und die UdSSR 1991.
Münchens Wasserversorgung und ihre Brunnen
Fast 50 Brunnen der Landeshauptstadt liefern Trinkwasserqualität. Sie erzählen so manche Geschicte über Münchner Originale, technische Innovation und bayerische Herrscher.
Haar - Macht - Lust
"Haar – Macht – Lust" ist Motto und Programm, denn Haare sind mehr als Stil: Sie erzählen von Schönheit, Begehren, Macht und Ohnmacht, von Anpassung und Rebellion. Als politisches, religiöses, kulturelles und persönliches Ausdrucksmittel prägen sie Identität und Zugehörigkeit. Die Kunsthalle München zeigt in einer sinnlichen Schau durch drei Jahrtausende mit rund 200 Exponaten, welche Wirkmacht das Alltägliche besitzt.
Carl Albrecht : Kurfürst - Liebhaber – Kaiser
Kurfürst Carl Albrecht, der Sohn des "Blauen Kurfürsten" Max Emanuel, schuf in der Münchner Residenz repräsentative Räume, die der von ihm angestrebten (und erreichten ! ) Kaiser-Würde Ehre machten : die reichste Ahnengalerie des deutschen Spätbarock und die Reichen Zimmer, "das schönste Rokoko Europas". Carl Albrecht zeigte sich auch gegenüber seinen Mätressen spendabel - so gibt es nahe der Residenz gleich zwei prächtige Palais für sie und deren Nachwuchs.
Junge Kunst in der Akademie
Einmal im Jahr, zum Semesterende, verwandelt sich die ganze Kunstakademie in ein Ausstellungsgebäude. Jede Klasse zeigt ausgewählte Arbeiten in ihrem Saal, aber auch in den Gängen, Treppenhäusern und Gärten gibt es viel zu entdecken. Eine gute Gelegenheit sowohl hinter die Fassade des alten Gemäuers zu schauen, als auch den gewagten Neubau von Coop Himmelblau zu entdecken und sich überraschen zu lassen von den Ideen, die die jungen angehenden Künstler präsentieren.
Haar - Macht - Lust
"Haar – Macht – Lust" ist Motto und Programm, denn Haare sind mehr als Stil: Sie erzählen von Schönheit, Begehren, Macht und Ohnmacht, von Anpassung und Rebellion. Als politisches, religiöses, kulturelles und persönliches Ausdrucksmittel prägen sie Identität und Zugehörigkeit. Die Kunsthalle München zeigt in einer sinnlichen Schau durch drei Jahrtausende mit rund 200 Exponaten, welche Wirkmacht das Alltägliche besitzt.
Frauengeschichte auf dem Münchner Waldfriedhof: Kunst, Mut und Sieg
Wer war die erste deutsche Olympiasiegerin und welche Frau stand für die Pallas Athene auf der Maximiliansbrücke Modell?
Welche „malende Hausfrau“ erhielt das Bundesverdienstkreuz und wer war die promovierte „Mooshex“?
Der Fokus dieses Rundgangs auf dem Münchner Waldfriedhof liegt in der Vorstellung berühmter und weniger berühmter Künstlerinnen, Sportlerinnen und Vertreterinnen der bürgerlichen Frauenbewegung, welche in München lebten und wirkten.
Neben einzelnen Biografien werden auch Fragen der Erinnerungskultur und Sichtbarkeit weiblicher Lebensleistungen im öffentlichen Raum thematisiert. Erläuterungen zur Entstehungsgeschichte des Waldfriedhofs runden die Führung ab.
Im Reich des Minotaurus - Otl weist den Weg
Kein Geringerer als Otl Aicher, der große Gestalter von Olympia 1972, hat auch das Bild des Flughafen München geprägt. Und ihn als ein Zitat des Olympiageländes angelegt.Wo im Olympiagelände ein Labyrinth, ist auch eines im Flughafen. Ebenso eine ökomenische Kirche mit einem griechischen Kreuz. Und hüben wie drüben führt der Faden der Ariadne durch das Labyrinth. Wir werden von König Minos alias Ludwig II. begrüßt, stehen vor dem Minotaurus, fahren mit der Gondel und steigen den Gletscher hinauf zur Berghütte. Wir bestaunen eine labyrinthische Treppe an der Decke und sehen sprechende Blumen. Und Toilettenschilder, die Geschichte machten. Wir folgen dem Faden der Ariadne durch das Labyrinth. Danke Otl für dieses Meisterwerk an Flughafen. Flieg Ikarus, flieg, aber nicht zu hoch.
Erinnerungsort Olympia-Attentat München 1972
Der Erinnerungsort Olympia-Attentat München 1972 ist den zwölf Opfern des Terroranschlags gewidmet: den elf israelischen Sportlern und dem deutschen Polizisten, die von den Attentätern getötet wurden. Ihre Biografien stehen am Erinnerungsort im Mittelpunkt, eine filmische Installation bringt den Besucher_innen außerdem die exakten zeitlichen Abläufe der Geiselnahme näher und ordnet die historisch überlieferten Film und Audiodokumente der Ereignisse in ihrer politischen Dimension aus heutiger Sicht ein.
Between and Beyond
Der erweiterte Bildraum. Werke aus der Sammlung ab 1960
Der Raum bestimmt unsere Position, Bewegung und Wahrnehmung. Als Betrachtende erleben wir Kunst nie losgelöst vom Raum, sondern immer im Raum. Unter dem Titel Between & Beyond präsentiert die Sammlung Moderne Kunst in der Pinakothek der Moderne Werke aus dem eigenen Bestand, die sich mit der ästhetischen wie gesellschaftlichen Wahrnehmung des Raumes auseinandersetzen. Gezeigt werden Gemälde, Objekte und installative Arbeiten von den 1960er Jahren bis in die Gegenwart, welche die Beziehung zwischen Werk, Raum und Betrachter:in benennen.
Ab den 1960er Jahren begannen Künstler:innen der Minimal Art, den umgebenden Raum als integralen Bestandteil ihrer Werke zu begreifen. Der Raum wird als Zwischenraum („between“) angesehen, der zwischen Werk und Betrachtenden entsteht oder als imaginärer und transzendenter Raum („beyond“), der durch Licht, Schatten und Bewegung erfahrbar wird.
Pioniere wie Dan Flavin, Fred Sandback oder die bislang wenig beachtete Mary Miss verwendeten neue Materialien und schufen mit ihren Werken Räume, in die explizit auch die Erfahrungen der Betrachtenden einbezogen wurden. Der Ausstellungsraum wurde Teil des Kunstwerks. Auch in der Malerei wurde der Bildraum immer stärker hinterfragt: Lucio Fontana zerschnitt die Leinwand, Ida Applebroog setzte ihre Kompositionen aus mehreren einzelnen Leinwänden mit sich ergänzenden Motiven zusammen. Die Perspektiven auf einen erweiterten Bildraum beeinflussten auch die nachfolgenden Generationen. Monika Baer hinterfragt Sehgewohnheiten, indem sie ihre abstrakte Malerei mit subtilen Zeichen durchbricht. Victor Leguy oder Roman Ondak erweitern den Bildraum um eine gesellschaftliche Dimension, indem die Autorschaft mit Nicht-Künstler:innen geteilt wird.
Die präsentierten Werke aus der Sammlung Moderne Kunst beziehen die Besucher:innen ein und machen den Museumsraum neu erfahrbar. Schwebezustände, Übergangs- und Schwellenmomente laden ein zu einer veränderten Art der Auseinandersetzung – mit sonst Verdrängtem oder Übersehenem.
Badeschmankerl & berühmte Gäste: Ausflug zum Thumsee bei Bad Reichenhall
Um 1900 entdeckten Gäste den Kristallenen Thumsee in der Nähe Reichenhalls. "Alpenrosen, Erdbeeren, Blumen und (hoffentlich) auch Pilze" erfreuen dort schon 1901 Sigmund Freud samt Familie. Heute lädt die erfrischende Bergluft zum Ausatmen und mannigfaltiges Grün zum Auftanken ein. Am Reichenhaller Bahnhof bringt uns der Stadtbus in 20 Minuten zum See. Nach einem Spaziergang am idyllischen Ufer kehren wir beim Traditionsgasthof Seewirt auf der Seeterrasse ein. Danach inspiriert die Geschichte der Sommerfrische zu einer kleinen Promenade, wo prominente Reichenhaller Gäste wie Erich Kästner, Morgenstern & Co uns begegnen. Nach einer Kaffee-Erfrischung beim Madlbauer geht es wieder mit Bus und Bahn zurück nach München.